Welches Dorf auf Madeira lohnt die Fahrt wirklich? Diese zehn — bewertet danach, was sie tatsächlich bieten, nicht danach, wie gut sie sich fotografieren lassen — umfassen Fischerhäfen, strohgedeckte Weiler, ein Kratertal und den einzigen richtigen Sandstrand der Insel.
1. Câmara de Lobos — das Fischerdorf, das Churchill malte
Câmara de Lobos ist Madeiras fotogenster Arbeitshafen: schwarzer Vulkansand, gestapelte Fischerhäuser und die Espada-Boote, die noch immer nachts zum Fang des Schwarzen Degenfischs auslaufen. Winston Churchill malte hier 1950 die Steilküste, und der nach ihm benannte Miradouro zeigt bis heute denselben Blick. Es ist außerdem der erste Halt von Chifbays privatem Day Trip ab Funchal, nur zehn Minuten über See von der Marina entfernt.
2. Ribeira Brava — das Dorf mit richtigem Badestrand
Ribeira Brava liegt dort, wo ein Fluss auf das Meer trifft, mit einem Kieselstrand, der ruhig genug zum Schwimmen ist, und der Kirche São Bento aus dem 16. Jahrhundert mit ihrer markanten pyramidenförmigen Kachelkuppel. Es ist der Mittelpunkt der Südküstenstraße und ein natürlicher Ort, um die Fahrt mit einem Mittagessen am Wasser zu unterbrechen.
3. Ponta do Sol — das sonnigste Dorf der Insel
Ponta do Sol verzeichnet die meisten Sonnenstunden ganz Madeiras, weshalb es sich zum kleinen Hub der Insel für Remote-Worker entwickelt hat. Ein kurzer Pier, eine schwarze Sandbucht und eine Handvoll guter Cafés machen es auch dann einen Stopp wert, wenn man nicht übernachtet — es ist zudem der am weitesten entfernte Punkt auf Chifbays erweitertem 3-Stunden-Day-Trip.
4. Porto Moniz — zum Schwimmen, nicht für Sand
Porto Moniz hat gar keinen Strand — stattdessen füllt der Atlantik natürliche Vulkanbecken, die aus dem Lavagestein geformt sind, und genau deshalb kommt man her. Es liegt an der nordwestlichen Spitze der Insel, etwa anderthalb Stunden von Funchal über die Küstenstraße, und die Becken sind am frühen Nachmittag am belebtesten — und am wärmsten.
5. São Vicente — Höhlen in einer grünen Schlucht
São Vicente lohnt den Stopp wegen der Grutas de São Vicente, Lavaröhren, die bei einem Ausbruch vor rund 890.000 Jahren entstanden, und wegen der Schluchtlandschaft selbst — steil, grün und deutlich enger als die Südküste. Es ist der natürliche Mittelpunkt, wenn man die gesamte Nordküste an einem Tag befährt.
6. Santana — für die strohgedeckten Giebelhäuser
Santana ist bekannt für seine Palheiros, dreieckige strohgedeckte Häuser mit leuchtend bemalten Türen, die noch bis vor wenigen Jahrzehnten tatsächlich bewohnt waren. Eine Handvoll ist als kleines Freilichtmuseum am Dorfrand erhalten, und die umliegende Gemeinde veranstaltet jeden September die Festa do Faial, eines der ältesten religiösen Feste der Nordküste.
7. Curral das Freiras — ein Dorf in einem Vulkankrater
Curral das Freiras liegt am Grund einer eingestürzten Vulkancaldera, erreichbar über eine Straße, die durch den Berg tunnelt, sowie über einen Aussichtspunkt, Eira do Serrado, der das gesamte Tal von oben einrahmt. Nonnen eines Klosters aus Funchal flohen im 16. Jahrhundert hierher, um Piratenüberfällen zu entkommen — daher stammt der Name, „Klosterhof der Nonnen". Kastanien, die an den Hängen über dem Dorf angebaut werden, tauchen in fast allem auf, von der Suppe bis zum Likör.
8. Machico — wo Madeiras erste Siedler landeten
Machico ist der Ort, an dem die Expedition von João Gonçalves Zarco 1419 an Land ging, was es zum ältesten besiedelten Punkt der Insel macht. Heute besitzt es einen von Madeiras wenigen Sandstränden, gesäumt von einer Promenade und einer kleinen Festung, und liegt nur fünf Minuten vom Flughafen entfernt — ein natürlicher erster oder letzter Halt einer Reise.
9. Calheta — der einzige richtige Sandstrand der Insel
Calheta importierte goldenen Sand aus Marokko, um den Strand zu bauen, den der größte Teil der Küste Madeiras auf natürliche Weise nicht bieten kann, und heute bildet er den Kern einer kleinen Marina und eines modernen Kulturzentrums, der Casa das Mudas. Es liegt am äußersten Westen der Südküste, fast eine Stunde von Funchal entfernt, was es eher zu einem Tagesausflug als zu einem kurzen Stopp macht.
10. Seixal — die ruhigsten Naturbecken der Nordküste
Seixal hat die ruhigsten, am wenigsten überlaufenen Naturbecken der Nordküste, geschützt genug, um bei Bedingungen zu schwimmen, die Porto Moniz meist schließen würden. Bananenterrassen ziehen sich den Hang direkt hinter dem Dorf hinauf, und ein Wasserfall, Véu da Noiva, stürzt kurz davor auf die Küstenstraße.
Die Straße verbindet diese Dörfer. Das Wasser zeigt dir, warum jedes dort liegt, wo es liegt.
Wenn die Zeit knapp ist, bilden Câmara de Lobos, Ribeira Brava und Ponta do Sol ein natürliches Trio an der Südküste — und genau diese drei Stopps erreicht Chifbay an einem Nachmittag über See, ganz ohne eine einzige Serpentine.