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Madeira im Herbst: Wetter, Wassertemperatur & die beste Reisezeit?

17. September 20267 Min. LesezeitFunchal · Madeira

Fragt man Einheimische, wann man Madeira besuchen sollte, nennt überraschend oft jemand den Herbst statt des Sommers. Von September bis November tauscht man ein wenig Hochsommerhitze gegen das wärmste Meer des Jahres und spürbar dünnere Besucherströme. So sieht die Saison tatsächlich aus, Monat für Monat.

Ist Madeira im Herbst warm?

Ja. In Funchal liegen die Tageshöchstwerte bei rund 25°C im September, sie sinken auf etwa 23°C im Oktober und 20°C im November, wobei die Nächte selbst spät in der Saison selten unter 15°C fallen. Da Madeira mitten im Atlantik vor der Küste Nordafrikas liegt, wirkt sein „Herbst" eher wie ein sanftes Ausklingen des Spätsommers als ein echter jahreszeitlicher Einbruch — Shorts und Badeanzug sind an den meisten Tagen weiterhin völlig ausreichend, für die Abende reicht eine leichte Schicht extra.

Madeira im Herbst: Wetter, Wassertemperatur & die beste Reisezeit? — Detail
Madeira im Herbst: Wetter, Wassertemperatur & die beste Reisezeit? — Detail
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Ist das Meer auf Madeira im Herbst warm genug zum Schwimmen?

Es ist wärmer als im Sommer, nicht kälter. Der Atlantik rund um Madeira braucht die ganze Saison, um sich aufzuheizen, und erreicht seinen Höchststand darum erst im September bei rund 24°C — wohl der beste Monat des Jahres zum Schwimmen auf der Insel. Im Oktober bleibt er bei rund 23°C, bevor er sich bis Ende November winterlichen Werten von etwa 18–19°C annähert. Dieser lange warme Ausklang ist genau der Grund, warum unser Day Trip seine Badestopps bei Fajã dos Padres und Ribeira Brava den ganzen Herbst über vollständig beibehält, ohne den Hinweis auf „frisches" Wasser, den wir bei einer Buchung im Januar geben würden.

Regnet es im Herbst viel auf Madeira?

Im September und Oktober nicht — beide Monate bleiben an der Südküste weitgehend trocken und sonnig, eine Fortsetzung des Sommermusters statt eine Abkehr davon. Der Umschwung beginnt im November, wenn die ersten Atlantikfronten von Madeiras feuchterer Jahreszeit eintreffen; selbst dann sind die Schauer eher kurz statt des grauen Dauerregens im tiefen Winter. Wie immer auf der Insel bleibt die Südküste rund um Funchal und Câmara de Lobos durchgehend trockener und sonniger als die Nordküste (Santana, São Vicente, Porto Moniz) — Ausflüge an die Nordküste plant man daher besser an den klareren Tagen.

Madeira im Herbst: Wetter, Wassertemperatur & die beste Reisezeit? — an Bord
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Was ist im Herbst auf Madeira los?

Der Frühherbst ist Weinlesezeit. Ende September bringt die Weinlese und die Weinfeste rund um Câmara de Lobos und Estreito de Câmara de Lobos mit sich, mit Traubenstampfen, Verkostungen und Musik in der Tradition des Madeira-Weins. Der Oktober bringt zusätzlich ein einwöchiges Outdoor-Festival über mehrere Gemeinden hinweg — geführte Wanderungen, Canyoning, Mountainbiking und Trailrunning in der Ruhe der Nebensaison, neben dem gewohnten Kalender aus lokalen Heiligenfesten und Dorfmärkten, die während der ganzen Saison weiterlaufen. Nichts davon erfordert Vorausplanung, um es einfach von der Küste aus zu genießen — es ist eher ein Bonus obendrauf für eine Reise, die ohnehin ums Wasser und die Berge gebaut ist.

Was sollten Sie für eine Herbstreise nach Madeira einpacken?

Sommerkleidung plus eine warme Schicht. Badeanzug und leichte Kleidung reichen für die meisten Tage bis in den Oktober hinein, aber packen Sie für den November eine kompakte Regenjacke und für die Abende sowie überall in den Bergen ein wärmeres Oberteil ein — Pico do Arieiro und Pico Ruivo kühlen mit dem Saisonwechsel deutlich früher ab als die Küste. Griffige Schuhe sind wichtig, wenn Sie nach Regen Levada-Wege wandern, denn die Pfade werden schnell rutschig.

Ist der Herbst die beste Reisezeit für Madeira?

Für viele Reisende ja — besonders der September. Er verbindet das wärmste Meer des Jahres mit Besucherströmen, die vom Juli-August-Hoch bereits deutlich abgeklungen sind, sodass Aussichtspunkte, Restaurants und Bootsplätze leichter zu bekommen sind, ohne wochenlang zu warten. Der Oktober bewahrt den größten Teil dieses Reizes bei etwas kühlerer Luft und besserem Wanderwetter. Der November ist der Kompromissmonat: anfangs noch mild und schwimmbar, doch das Regenrisiko steigt, und er fühlt sich eher wie ein Übergang in den Winter an als wie eine eigene Saison. Wenn Ihre Reise ums Wasser herum aufgebaut ist, sind September und Oktober kaum zu schlagen — bessere Wassertemperaturen als im Winter, bessere Verfügbarkeit als im August und volles Tageslicht für eine nachmittägliche Bootstour entlang der Küste.

Der Sommer bekommt die Menschenmassen. Der Herbst bekommt still und leise das beste Wasser des Jahres.

Egal, in welcher Woche Sie landen: Prüfen Sie die Vorhersage ein bis zwei Tage im Voraus, statt sich auf einen Saisondurchschnitt zu verlassen — Madeiras Mikroklimazonen sorgen dafür, dass der Unterschied zwischen einem grauen und einem goldenen Morgen davon abhängen kann, an welcher Küste Sie gerade sind.

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